Neuigkeiten rund um Takahashi

Neue TPL Okulare vonTakahashi

Juli 2023

Reihe von TPL Okularen von Takahashi

Lieferbar ab September 2023. Jetzt schon vorbestellen!

Nach dem Auslaufen von LE- und Abbe-Okularen hat Takahashi nun einen Nachfolger vorgestellt. Bei den TPL-Okularen handelt es sich von der Bauweise um klassische 4-linsge Plössl-Okulare (Takahasi-Plössl, TPL), jedoch mit entscheidenden Verbesserungen. Takahashi hat den Okularen ED-Gläser spendiert, um den chromatischen Fehler auf der optischen Achse auf ein extrem kleines Maß zu bringen. Die TPL generieren nur noch etwa die Hälfte der chromatischen Aberration (auf der optischen Achse) der Abbe-Okulare und nur 2/3 der LE-Okulare. Abseits der optischen Achse offenbaren sich nur geringe Unterschiede zwischen TPL, Abbe und LE. Die Abbildung am TPL ist bis etwa zur Hälfte des Bildfeldes von 48° extrem scharf und praktisch konkurrenzlos. Weiter außen gleichen sich die Okulare in der Abbildungsleistung an.

Wie bei allen Okularen ohne vorangestellter Barlow hängt die Schnittweite (Augenabstand) von der Brennweite des Okulars ab. Die beträgt bei den TPL ca. 70% der Okularbrennweite. Brillenträgertauglich im strengen Sinne sind also nur Brennweiten größer gleich 25 mm.

Exzellente Vergütungen gewährleisten eine Transmission von über 99% über das gesamte visuelle Spektrum. Die Linsenkanten sind natürlich matt geschwärzt. Bei den Brennweiten der TPL-Okulare hat Takahashi sich an die älteren Okularserien angelehnt, sie sind identisch.

Durch den schmalen Schnitt der Okulare sind sie außerdem sehr gut für die Bino-Beobachtung geeignet. Auch bei kleinem Abstand zwischen den Augen hat die Nase dazwischen noch ausreichend Platz.

Neue Takahashi Steuerungen für Montierungen ...
und schlechte Nachrichten für Deutschland und EU

Juni 2020

Temma 3 Steuerung für Takahashi Montierungen

Beginnend mit der EM-11-Montierung modernisiert Takahashi seine Montierungen mit einer neuen Version seiner Steuerung, die Temma-3.

Diese verfügt standardmäßig über ein intergriertes WLAN und kann sowohl über PC als auch über Smartphone oder Tablet-Apps bedient werden.

Es ändert sich auch die Stromversorgung der Montierung. Bei bisherigen Versionen wurde die Montierung direkt mit Strom versorgt, bei der Temma-3 befindet sich Verbindung zur Stromquelle direkt in der mobilen Steuerungsbox.

Auch die Handsteuerbox ist mit seiner formschönen Hülle im 21. Jahrhundert angekommen.

Schlechte Nachricht für Deutschland und die EU

Leider entsprechen die Takahashi Montierungen mit der Temma-3 Steuerung nicht den europäischen RoHS Richtlinien (vermutlich bleihaltiges Lot in der Steuerungselektronik) und dürfen in der EU nicht verkauft werden.

Neue Takahashi-Motierungen mit der Temma 3 Steuerung wird es in Europa nicht geben!

Noch sind begrenzte Stückzahlen von Montierungen mit Temma2 Steuerungen in Europa vorhanden. Wenn diese aber abverkauft sind, wird es keine Montierungen von Takahashi in Europa mehr geben!

Testbericht Takahashi FC-100 DL

 

Voller freudiger Erwartung packte ich das edle Teleskop aus.
Da ich begeistert von perfekter Optik bin, brannte ich darauf, einen der neuen  limitierten FC-100 DL auszuprobieren.

Beim optischen Design handelt es sich um einen zweilinsigen Fluorit Apochromaten mit Steinheilschem Aufbau, also das konvexe Flouritelement hinten. Das Öffnungsverhältnis liegt bei f/9. Gerade diese langbrennweitige Auslegung macht das Instrument extrem interessant, da sämtliche Bildfehler damit auf ein unglaublich kleines Maß gedrückt werden können. Also war die Spannung groß als ich zum First Light montierte.
Der Tubus ist mit ca. 3,8 kg schön leicht. Auch die Länge ist ca. 10 cm kürzer, als man es bei 900 mm Brennweite erwarten würde. Das Objektiv sitzt nämlich nicht am Ende der Taukappe sondern ziemlich mittig.

Los Gehts:
Erster Sterntest an einem der Gürtelsterne des Orion. Die Beugungsbilder waren auf beiden Seiten des Fokus lehrbuchmäßig. Extrafokal war der Beugungsring auf der Zenitseite etwas dicker. Das waren noch die letzten wärmeren Luftteilchen die sich bei dem schlanken Tubus nicht ganz zwischen Tubus und Lichtbündel verkrümeln konnten. Das war aber nach einiger Zeit auch verschwunden.

Ich beobachtete von meinem Süd-Balkon aus dem 2. Stock in Augsburg, 2 km entfernt vom Zentrum. Also keine wirklich guten Bedingungen, aber auch gar nicht so schlecht, wie man vielleicht glauben mag.

Benutzt wurden eine Takahashi EM-200 Montierung, Galaxy 1 ¼“ Dielectric Zenitspiegel, Nagler Zoom 3-6 mm, Takahashi LE 7.5 mm, LE 12.5 mm und ein 26 mm Plössl.

Jetzt zu den Objekten:

Doppelstern 52Ori:
5m3/6m0 1,0“ Distanz. Eindeutig länglich aber keine Trennlinie dazwischen. Der Anblick war unglaublich bei 300x (Nagler Zoom 3-6) Es waren nur die Sternscheibchen zu sehen, keine Spur von irgendwelchen umgebenden Beugungsringen. Einfach toll.

M41/42 und Trapez:
Bei 35x ein fantastischer Anblick! Hell leuchten die Nebelfetzen. Bis in die kleinste Faser ist das Objekt unfassbar detailreich und extrem scharf. Sterne im Nebel sind ausdehnungslose Punkte - Ästhetik pur!
Jetzt mehr Vergrößerung. Das 7.5 mm LE rein und auf das Trapez gehalten. Wie funkelnde Diamanten in den Nebelschleiern. Die schwachen Komponenten E und F waren auch zu sehen. Und das mit 100 mm und Stadthimmel. „E“  war dauerhaft und einfach, „F“ etwas schwieriger.
Mir war jetzt klar, dass ich durch ein Fernrohr sah, dessen Qualität außerordentlich ist. Die Freude war groß.

Sirius B:
Voller Begeisterung und Übermut schwenkte ich auf Sirius. Eine Woche zuvor hatte ich Siruis B, den schwachen Begleiter  (8m5), der Sirius (-1m5) zur Zeit in 10,9“ umrundet, im 150 mm Refraktor eindeutig und dauerhaft gesichtet. Jetzt probierte ich es mit 100 mm Öffnung. Sicher eine echte Herausforderung. Ob das klappt? Sirius überstrahlte natürlich alles. Aber nicht mal bei diesem gleißend hellen Objekt war irgendein Farbfehler erkennbar. Unglaublich! Da scheitern sogar die meisten Triplett Objektive. Durch die extreme Farbreinheit, war das Geflacker des Sirius nicht so ausufernd und den schwachen Begleiter konnte ich eindeutig identifizieren. Nicht durchgehend, aber in ca. 50% der Beobachtung. Der Hammer! Ich war begeistert! Unfassbar, was das Fernrohr leistet und was man mit 100 mm alles sehen und erleben kann, wenn die Qualität stimmt.

Rochus Geißlinger

 

 

FOA-60

März 2017

Takahashi hat einen neuen Refraktor angekündigt, den FOA-60. Er basiert auf den Erkenntnissen, die Takahashi bei der Entwicklung des TOA gewonnen hat. Der FOA-60 (vermutlich Fluorid Ortho-Apochromat) sollte, im Gegensatz zu vielen anderen Refraktoren der 60er Klasser auf dem Markt, abseits der optischen Achse eine viel bessere Abbildungsleistung zeigen. Dafür entlehnte Takahashi ein Konzept aus dem Bereich der TOA-Welt. Was jedoch dort mit drei Linsen geschieht, kann wegen dem Öffnungsverhältnis, dem kleinen Linsendurchmesser und der außergewöhnlichen Wahl von Linsenmaterialien und zusätzlich dem Abstand der beiden Linsen beim FOA-60 mit nur zwei Linsen erreicht werden. Die Korrektoren haben es dann vergleichsweise einfach, daraus ein fantastisch großes, planes und exzellent abbildendes Feld zu generieren.

Durchmesser60 mm
Brennweite530 mm
Öffnungsverhältnis    f/8.8
Tubusdurchmesser68 mm
Gewicht1.8 kg

 

Für den FOA-60 sind ein Flattener (0.93x) und ein Extender (1.7x) angekündigt. Weitere Daten dazu folgen noch.

Takahashi wechselt die Farbe

29. Juli 2016

Seit vielen Jahren haben die Montierungen, Sucherhalter, Gegengewichte, Rohrschellen und Okularauszüge von Takahashi den gleichen Farbton, ein sanftes, helles und für's Auge angenehmes Grün.

Nun hat sich Takahashi zu einem Farbwechsel seinger gesamten Kollektion entschieden. Die neue Farbe ist ein bläulich-grün. Sie kontrastiert mit dem bisherigen Gün nur wenig. Einen Eindruck davon zeigt das nebenstehende Bild.

Es gibt keine Übergangsphase in der beide Farbtöne parall zueinander angeboten werden. Sobald ein "grünes" Produkt abverkauft ist, kommt die nächste Lieferung in Blau.

Wer also zu seinem Takahashi-Equipment noch ein Zubehörteil in gewohnter grüner Farbe möchte, möge sich bitte recht bald mit uns in Verbindung setzen, damit wir die Verfügbarkeit der alten Farbe klären können.

Sobald wir die ersten Produkte im neuen Farbton im Haus haben, werden wir die Produktbilder ändern.

Klaren Himmel

Ihr CS-Team